Es geht weiter

Heute hab ich meine hoffentlich letzten Meilen klar gemacht. Mitte Oktober soll es nach Madeira gehen um dort die 1000 Meilen voll zu machen. Corona hat mir bis dahin ein ganz schönes Schnippchen geschlagen, aber langsam scheint sich das Ende heranzubahnen.

Heute morgen, habe ich Kontakt auf mit der Schweizerischen Seefahrtsschule, bei der ich meinen letzten Törn gebucht hatte, um die aktuelle Buchung zu ändern, da die Schweiz immer mehr Gebiete als Risikogebiete deklariert und mein Törn nach Spanien hätte gehen sollen, welches jetzt inklusive der Kanaren ein solches ist. Mir wurde da gleich geholfen und so soll es jetzt in KW 43 nach Madeira gehen welches ja zu Portugal gehört und die Portugiesen scheinen die Corona Situation im Moment soweit im Griff zu haben.

Der Törn soll auf einer brandneuen Sun Odyssey 519 stattfinden. Ein richtiges Grosskaliber an Boot mit fast 16 Metern an Länge. Der Flug ist auch schon gebucht – Ich strotze vor Optimismus.

Auch habe ich meinen Medizin an Board Kurs gebucht welcher Anfang nächsten Jahres stattfinden soll. Dann sollte ich alle Vorraussetzungen erfüllt haben um den Hochseeschein zu bekommen.

Ich kann es gar nicht erwarten mit meiner Frau und Tochter alleine die 7 Weltmeere zu besegeln.

Soweit Mast und Schotbruch. Bis zum nächsten Mal.

Quo Vadis Hochseeschein

Wie bereits in meinem letzten Eintrag erzählt, hat ja mein Vorhaben den Hochseeschein zu erlangen um mit meiner Familie segeln zu gehen einen kleinen pandemiebedingten Rückschlag erfahren. Der Erste-Hilfe-Kurs im März und der Törn von Malaga nach Palma Anfang Mai wurden abgesagt. Diese zwei Dinge fehlten mir noch zur Erlangung des Hochseescheines.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so habe ich nun einen Törn in die entgegengesetzte Richtung für Anfang Oktober gebucht. Auch den Erste-Hilfe-Kurs kann ich im November noch nachholen. Einzige Voraussetzung ist natürlich, dass bis zu diesem Zeitpunkt ein Umgang mit dem Virus gefunden wurde der diese Termine ermöglicht.

Wenn alles aufgeht, bestünde dann die Möglichkeit noch heuer den Hochseeschein zu erlangen und bereits im Februar einen Törn mit meiner Frau und meiner Tochter in der Karibik zu unternehmen und selbstständig und unabhängig die Freiheit auf See zu geniessen.

Bis dahin werden wir weiter gelegentlich den Wind auf unseren Binnengewässern schnuppern und stundenweise Segeln gehen.

Soweit zu diesem Update. Ich wünsche allen gute Gesundheit und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.

P.S.: Das Foto zu dem Beitrag wurde von meiner Tochter gemacht.

SARS-CoV-2 und wie es meinen Segelplänen einen Strich durch die Rechnung macht

Werte Leserinnen und Leser, in der Zwischenzeit hätte ich ja bereits meinen Kurs über Medizin auf See haben sollen und Anfang Mai hätte ich im Mittelmeer meine 1000 Meilen voll machen wollen. Auf Grund der aktuellen Situation würde beides vorerst abgesagt. Wie es hier konkret weiter geht lässt sich in der aktuellen Situation leider nicht genau sagen. Vor allem wie es mit dem Segeln am Meer aussieht. Selbst wenn einzelne Länder die getroffenen Maßnahmen mit der Zeit ein wenig lockern wird es, so denke ich, noch eine Weile dauern bis man wieder Grenzen so einfach überqueren kann wie wir es gewohnt waren.

Ich denke, dass einzelne Länder schneller als andere in der Eindämmung der Pandemie sein werden und deswegen ist es schwierig diesbezüglich Planungen zu machen. Eigentlich wollten wir im Herbst den ersten Törn als Familie unternehmen, aber aufgrund der Verzögerung bei der Erreichung der Vorgaben für den Hochseeschein wird sich das wohl erst nächstes Jahr ausgehen.

Immerhin gibt es ja noch den Bodensee in unserer Nähe wo wir Segeln können, wenn es Wind gäbe. Aber immerhin hat jetzt auch unsere Tochter Lust darauf.

Ich werde euch natürlich weiter auf dem Laufenden halten.

So Long, alles gute und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel. Bleibt gesund.

Pausenfüller

Wie wohl für die meisten Freizeitsegler, gilt es auch für mich die Zeit zwischen den Törns in irgendeiner Form zu füllen. Ich tue dies auch gerne mit segelbezogenen Unterhaltungsformaten wie Youtube-Videos, Filmen, Fachzeitschriften und Büchern. In letzte Kategorie fällt ein letztes Jahr erschienenes Buch, welchem ich hier ein wenig Raum geben möchte.

Es handelt sich dabei um das Buch „Pur“ von Kerstin Foell und Robert Stolle. Mir ist das Buch in einer Beschreibung in einer Fachzeitschrift aufgefallen und kurz darauf zog meine Frau schon los um das Buch zu kaufen. Sowohl meine Frau als auch ich haben dieses Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Das spannende an dem Buch ist, dass es eigentlich in zwei Teile geteilt ist. Im ersten Teil ist das Abenteuer der beiden Autoren während ihrer Segelauszeit beschrieben und im zweiten Teil beschreiben sie genauso ausführlich und nicht weniger spannend ihre 10 Erkenntnisse aus dieser Zeit. Ich werde hier nicht weiter auf den Inhalt des Buches eingehen, weil ich etwaigen zukünftigen Leserinnen und Lesern nichts vorwegnehmen will. Es ist in einer sehr angenehmen Sprache geschrieben, vor allem auch deswegen, weil sich jeder der beiden Autoren auf einen der beiden Teile konzentriert hat. Somit wirkt das eigentlich sehr stimmig und es gibt keine unerwarteten Perspektivenwechsel.

Auch die Aufmachung des Buches ist überaus wertig, mit seinem Leineneinband und den vernähten Seiten. Zu erwähnen sei auch, dass zwei Lesezeichenfäden vorhanden sind, sodass man in beiden Teilen des Buches parallel lesen kann, oder, so wie es meine Frau und ich gemacht haben, das Buch durch zwei Personen zeitgleich gelesen werden kann. Um das Buch auch ein wenig aufzulockern, sind Bilder von meist stürmischer See dazwischen gestreut.

Ich kann nur jedem empfehlen das Buch zu lesen. Man kann es auch nur analog lesen. Es gibt keine eBook- oder Hörbuchversion, sofern ich das richtig gesehen hab. Um keine Werbung für einen bestimmten Buchhändler zu machen, ist hier der Link zur Buchseite des Verlages: https://typografie.de/produkt/pur/

Somit wünsche ich viel Spass beim lesen und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.

Weiter gehts

Nach fast 2 Monaten Pause gibt es wieder einmal ein Update. Der nächste Törn wurde fixiert und auch einen Erste-Hilfe-Kurs habe ich gebucht. Bis dahin ist es noch eine Weile aber ich wollte meine Leserinen und Leser schon einmal darüber informieren wie es weiter geht.

Meine Intention war es die notwendige Anzahl an Meilen mit einem einzigen weiteren Törn zu erreichen. Ursprünglich hatte ich die Idee dies mit einem Atlantik-Törn des Anbieters 4-Oceans zu machen, aber nachdem dieses Jahr die „Boingo Alive“ verloren ging wird kommendes Jahr kein solcher Törn angeboten. Auch ist die maximale Törnlänge bei dem Anbieter 300 Seemeilen und das wäre zu wenig um auf die notwendigen 1000 Seemeilen zu kommen. Es ist zwar so, dass es in der Regel mehr als die angegebenen Meilen werden, trotzdem finde ich das ein wenig zu knapp und es kann trotzdem sein, dass ich dann noch einen weiteren Törn bräuchte. Also habe ich mich nach einem anderen Anbieter umgesehen und wurde in der Schweizerischen Seefahrtsschule fündig. Dort wird ein 400 Seemeilen Powertörn angeboten der Anfang Mai von Malaga nach Palma de Mallorca führt. Diesen habe ich kurzum gebucht und er wurde mir auch schon bestätigt. Der Törn wird mit einer Sun Odessey 519 mit weiteren 5 Teilnehmern exclusive Skipper stattfinden.

Auch brauche ich für die Erlangung des Hochseescheins die Absolvierung eines Erste-Hilfe-Kurses. Natürlich kann man dafür einen einschlägigen Kurs machen welcher von jedem Fahranfänger gemacht wird. Allerdings sind die Herausforderungen auf See komplett andere und erfordern mitunter andere Kenntnisse, weil bis zur Übergabe eines Verletzten an Profis auf See mitunter deutlich mehr Zeit vergehen kann. Auch hier bin ich bei der Schweizerischen Seefahrtsschule fündig geworden, welche den Kurs „Medizin an Board“ mit den SeaDocs durchführt. Dieser Kurs ist auch international anerkannt zum Beispiel von der RYA oder dem Österreichischen Seglerverband oder dem DSV. Selbstverständlich ist dieser Kurs auch für die Erlangung des Schweizer Hochseescheines geeignet. Diesen Kurs werde ich Ende März ganz in der Nähe von uns am Bodensee besuchen.

Soweit zu den Neuigkeiten. Ich werde meine Leserinnen und Leser natürlich weiter auf dem Laufenden halten sobald es weiteres zu berichten gibt. So long … Mast- und Schotbruch und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.