Long Time no See …

Mein letzter Post ist nun ja schon fast ein Jahr her. Ein ziemlich disruptives Jahr in mehrerlei Hinsicht. Einerseits hielt uns alle diese unersägliche Pandemie in ihren Fängen und andererseits verlangte mir die schwere Krankheit und schliesslich der Tod meiner Frau einiges ab. Zum Glück konnte ich noch ihre Tochter adoptieren, damit dies nun alles seine Ordnung hat. Jedenfalls habe ich meiner Frau vor ihrem Tod noch versprochen weiterzusegeln und den Hochseeschein fertig zu machen und das mache ich nun.

Am 10.10. gehts in Richtung Kanaren um meine letzten Meilen zum Hochseeschein zu sammeln. Somit ist es in 5 Wochen wieder soweit und ich werde meine Leser bis dahin auf dem Laufenden halten und natürlich auch Updates während dem Törn liefern. Dieser Post ist ein keines Lebenszeichen, dass es mich noch gibt und dass es weitergeht.

Stay tuned and keep posted.

Für immer Annett.

Es geht weiter

Heute hab ich meine hoffentlich letzten Meilen klar gemacht. Mitte Oktober soll es nach Madeira gehen um dort die 1000 Meilen voll zu machen. Corona hat mir bis dahin ein ganz schönes Schnippchen geschlagen, aber langsam scheint sich das Ende heranzubahnen.

Heute morgen, habe ich Kontakt auf mit der Schweizerischen Seefahrtsschule, bei der ich meinen letzten Törn gebucht hatte, um die aktuelle Buchung zu ändern, da die Schweiz immer mehr Gebiete als Risikogebiete deklariert und mein Törn nach Spanien hätte gehen sollen, welches jetzt inklusive der Kanaren ein solches ist. Mir wurde da gleich geholfen und so soll es jetzt in KW 43 nach Madeira gehen welches ja zu Portugal gehört und die Portugiesen scheinen die Corona Situation im Moment soweit im Griff zu haben.

Der Törn soll auf einer brandneuen Sun Odyssey 519 stattfinden. Ein richtiges Grosskaliber an Boot mit fast 16 Metern an Länge. Der Flug ist auch schon gebucht – Ich strotze vor Optimismus.

Auch habe ich meinen Medizin an Board Kurs gebucht welcher Anfang nächsten Jahres stattfinden soll. Dann sollte ich alle Vorraussetzungen erfüllt haben um den Hochseeschein zu bekommen.

Ich kann es gar nicht erwarten mit meiner Frau und Tochter alleine die 7 Weltmeere zu besegeln.

Soweit Mast und Schotbruch. Bis zum nächsten Mal.

Quo Vadis Hochseeschein

Wie bereits in meinem letzten Eintrag erzählt, hat ja mein Vorhaben den Hochseeschein zu erlangen um mit meiner Familie segeln zu gehen einen kleinen pandemiebedingten Rückschlag erfahren. Der Erste-Hilfe-Kurs im März und der Törn von Malaga nach Palma Anfang Mai wurden abgesagt. Diese zwei Dinge fehlten mir noch zur Erlangung des Hochseescheines.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so habe ich nun einen Törn in die entgegengesetzte Richtung für Anfang Oktober gebucht. Auch den Erste-Hilfe-Kurs kann ich im November noch nachholen. Einzige Voraussetzung ist natürlich, dass bis zu diesem Zeitpunkt ein Umgang mit dem Virus gefunden wurde der diese Termine ermöglicht.

Wenn alles aufgeht, bestünde dann die Möglichkeit noch heuer den Hochseeschein zu erlangen und bereits im Februar einen Törn mit meiner Frau und meiner Tochter in der Karibik zu unternehmen und selbstständig und unabhängig die Freiheit auf See zu geniessen.

Bis dahin werden wir weiter gelegentlich den Wind auf unseren Binnengewässern schnuppern und stundenweise Segeln gehen.

Soweit zu diesem Update. Ich wünsche allen gute Gesundheit und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.

P.S.: Das Foto zu dem Beitrag wurde von meiner Tochter gemacht.

SARS-CoV-2 und wie es meinen Segelplänen einen Strich durch die Rechnung macht

Werte Leserinnen und Leser, in der Zwischenzeit hätte ich ja bereits meinen Kurs über Medizin auf See haben sollen und Anfang Mai hätte ich im Mittelmeer meine 1000 Meilen voll machen wollen. Auf Grund der aktuellen Situation würde beides vorerst abgesagt. Wie es hier konkret weiter geht lässt sich in der aktuellen Situation leider nicht genau sagen. Vor allem wie es mit dem Segeln am Meer aussieht. Selbst wenn einzelne Länder die getroffenen Maßnahmen mit der Zeit ein wenig lockern wird es, so denke ich, noch eine Weile dauern bis man wieder Grenzen so einfach überqueren kann wie wir es gewohnt waren.

Ich denke, dass einzelne Länder schneller als andere in der Eindämmung der Pandemie sein werden und deswegen ist es schwierig diesbezüglich Planungen zu machen. Eigentlich wollten wir im Herbst den ersten Törn als Familie unternehmen, aber aufgrund der Verzögerung bei der Erreichung der Vorgaben für den Hochseeschein wird sich das wohl erst nächstes Jahr ausgehen.

Immerhin gibt es ja noch den Bodensee in unserer Nähe wo wir Segeln können, wenn es Wind gäbe. Aber immerhin hat jetzt auch unsere Tochter Lust darauf.

Ich werde euch natürlich weiter auf dem Laufenden halten.

So Long, alles gute und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel. Bleibt gesund.